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Übers Begriffsvermögen

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Astrologie ist kein Glauben, sondern eine Sprache. Die Sternensprache setzt uns in Beziehung mit unserem direkten Umfeld und einer erweiterten Wahrnehmung der Welt. Astrologie ist eine universelle Sprache, denn unabhängig davon, von wo auf der Welt wir gen Himmel sehen, erleben wir dennoch die Gesetzmässigkeiten am eigenen Leib.

Allerdings erleben wir diese Gesetzmässigkeiten in unterschiedlichen Formen und Lebensfeldern, dazu geben die Planeten mit ihrer Stellung im Zeichen und im Haus Auskunft. Für mich ist die astrologische Sprache eine Möglichkeit, viel mehr über mich und meine Mitmenschen zu erfassen, als es mir ohne diese Sprache gelingen würde. Dabei ist entscheidend, wie weit das eigene Begriffsvermögen erweitert werden kann.

Mit dem monatlichen Sternefööfi in unserem Dorfmagazin „De Herisauer“ greife ich immer wieder aktuelle Themen auf und vernetze diese mit Hilfe der astrologischen Sprache. Die Zusammenhänge, die sich dabei offenbaren, können das Begriffsvermögen erweitern indem sie aufdecken, wie alles mit allem in Verbindung steht.

Uranus ab 7. Juli in Zwillinge

Die Fähigkeit des Begreifens wird in der Astrologie dem Merkur und dem Zwillingszeichen zugeordnet. Be-Greifen kommt von Greifen mit der Hand und gerade der manuelle Zugang in die Welt steigert das Begriffsvermögen enorm. Ein Bildungssystem, welches das Handwerk und den physischen Zugang zum Lernen vernachlässigt, ermöglicht kein ganzheitliches Lernen. Das Lernen von Begriffen, ohne eine Vernetzung in die reale Umsetzbarkeit, produziert eine einseitige Form von Intelligenz. Bei der Einführung von I-Pads der Schule Herisau ab der 1. Klasse, erhielt ich durch einen Reportageauftrag vor ein paar Jahren einen direkten Einblick in das digitale Lernen. Die Bemühungen der Lehrpersonen, die physische mit der digitalen Welt zu verbinden, waren eindrücklich. Auch die Lehrmittel waren derart gestaltet, dass eine Interaktion zwischen diesen zwei Ebenen mehrfach stattfinden konnte. So wurde zum Beispiel das Zeichnen ganz entschieden in der analogen Welt belassen und abwechslungsreiche Bewegungen und Ballspiele während des Schulalltags dienten der ganzheitlichen Vernetzung und Synapsenbildung beim Lernen. Ich gewann damals ein positives Bild der neuen Möglichkeiten und erkannte auch die Wertschätzung für die althergebrachten Wege des menschlichen Lernens.

KI triggert VerlustÄngste und schärft Werte

Über meine astrologischen Verbindungen nach Deutschland erkenne ich grosse Unterschiede der ländergeprägten Bildungssysteme. Stimmen wie jene von Gerhard Hüter oder die bereits verstorbene Vera Birkenbihl fordern schon lange eine radikale Umgestaltung. Im Vergleich dazu sieht sich die Schweiz als innovativer Ort, gerade auch durch das duale Bildungssystem. So gesehen dürfte die Konstellation von Uranus in Zwillinge bei uns andere Wellen schlagen als in unseren Nachbarländern. Während man in Österreich und Deutschland davon ausgeht, dass eine eigentliche Bildungsrevolution mit massiven Veränderungen bevorsteht, starten die nordischen Länder und wohl auch die Schweiz von einer anderen Dimension in diesen siebenjährigen Paradigmenwechsel (Durchlaufzeit von Uranus durch ein Tierkreiszeichen). Doch das zunehmende Bedürfnis an individualisiertes Lernen bringt auch unsere Strukturen an ihre Grenzen. Ich bin daher positiv gestimmt, dass der frische Wind, mit welchem man einen Uranustransit auch vergleichen kann, vor allem weitere Vernetzungen und kreative Lösungen hervorbringen wird. Es ist zu hoffen, dass man dafür die Einbettung in unsere analoge Welt im Auge behält. Im persönlichen Wirkfeld ist es unsere Verantwortung, die beiden Welten zu verbinden. Der flächendeckende Einsatz von Künstlicher Intelligenz schürt grosse Ängste, gerade bei den älteren Generationen. Denn oftmals erkennen die Jüngeren die Gesamtdimension all dieser komfortablen Erleichterungen nicht vollumfänglich und sie streben voll Vertrauen in diese digitale Zukunft. Es ist die Verantwortung unserer Generation hier nicht zu verteufeln, sondern die wichtigen Bedenken zu äussern und in der Kommunikation aufzuzeigen. Wenn das Begriffsvermögen als Bindeglied in die analoge Welt weiter schrumpft – und gerade die Verarmung der Sprache ist dafür ein signifikantes Alarmzeichen – werden die Manipulationsmöglichkeiten massiv zunehmen.

Sprache der vernetzung

Sprache muss also insgesamt wieder reicher und vernetzter werden. Das kann KI uns vorgeben, aber damit ist es noch nicht in unserem Begriffsvermögen integriert. Die Erfahrungen von KI Anwendungen in der Kommunikation häufen sich und ich erlebe immer wieder, dass der oder die „Verfasserin“ des Textes gar nicht in der Lage wäre, den Inhalt so wiederzugeben oder Wörter und Zusammenhänge in seiner Wirkung zu begreifen. Man schnappt sich einfach das Hilfsmittel, um professioneller dazustehen oder dem eigenen Ziel schneller näher zu kommen. Das präsentiert sich vermeintlich raffiniert, ist aber doch nur eine Farce mit gähnender Leere dahinter. Für Menschen, die schreiben und sich ihren Wortschatz durch lesen und Erfahrungen erweitern, ist das ein Abgrundszenario, symbolisiert durch eine plutonische Ohnmacht im Wassermann. Gleichzeitig schwinden die individuellen Möglichkeiten eines Realitätschecks von absurden Behauptungen und Bildern in einem schwindelerregenden Tempo. Doch Pessimismus eignet sich schlecht als Bewältigung des Zeitgeists. Letztlich erkennt man an seinen eigenen Verlustängsten auch die persönlichen Wertmassstäbe. Und für diese gilt es sich nun mit Verve einzusetzen.

Kampf für die eigenen Ideale

Mit dem zweiten grossen Player im Zeitgeist – Neptun in Widder – geht es nämlich für die kommenden vierzehn Jahre um den Kampf für die eigenen und die humanitären Werte und Ideale. Der „heilige Zorn“ kann wie eine Flut über einen kommen und sich umgekehrt auch aus einem selbst ergiessen. Die harmonische Verbindung von Neptun in Widder und Uranus in Zwillinge wirkt sich auf jegliche Veränderungen deutlich gravierender aus. Feuer und Luft in Kombination ist für jeden Feuerwehrmann ein Kampf gegen Giganten. Dabei ist es mir wichtig zu erwähnen, dass auch der kleine David gegen Goliath als Gigant aus der Geschichte herausgekommen ist. Die grossen Waldbrände waren denn auch symbolische Vorboten beim Eintritt von Neptun in den Widder. Der Raub der Flammen kann man als Bild in jeden Lebensbereich übersetzen. So ist es im individuellen Horoskop eben relevant, wo die beiden Planeten derzeit stehen und welche inneren Anteile dadurch ausgelöst werden. In einer persönlichen Sternstunde kann dies aufgezeigt und in Relation gesetzt werden.

Die Macht der Vorstellung

Der Dritte im Bunde ist Pluto in Wassermann, erneut ein Luftzeichen. Passend zum Übergang in die Luftepoche färben nun die drei langsamsten Planeten den Zeitgeist für die nächsten Dekaden (Pluto braucht ca. 20 Jahre für den Durchlauf durch ein Zeichen). Sein Beitrag besteht in der Bindungskraft an die wassermännischen Vorstellungswelten. Da werden starke Bilder rund um die Gesinnung aktiviert. Wofür man bereit ist, um die bisherigen Formen zu sprengen, zeigt sich indem man dafür eine kleine oder grosse Revolution anzettelt und ob diese friedlich, kämpferisch, konstruktiv oder destruktiv verläuft. Immer zu hinterfragen ist die Motivation dahinter, dient die Revolution nur der machtvollen Durchsetzung der eigenen Ziele oder portiert sie die Ermächtigung zu Gunsten von Mehreren? Die Macht- und Ohnmachtthemen im Zeitgeist sind vielfältig, schwarz-weiss Haltungen provozieren Spaltungen und setzen gleichzeitig wichtige Erkenntnisenergien frei. Wir leben in maximal spannungsgeladenen Zeiten und sind gefordert, unser eigenes Mindset sorgfältig zu beschützen. Für die Machtstrebenden in der neuen Weltordnung besitzen unsere Vorstellungen einen enormen Wert, denn als gesinnungstreue Follower sind wir supereasy zu verwalten. Aber Vorsicht: wer die eigene Macht abgibt, und sei’s auch nur aus Bequemlichkeit, findet sich im Chaos wieder.

Mit der Sternensprache von Mensch zu Mensch

Seit Anfang Jahr bin ich als Astrologin mobil und flexibel unterwegs. Ich durfte bereits mehrere Beratungen an individuellen Orten machen und wurde immer herzlich empfangen. Die Erweiterung meines Begriffsvermögens hat das unterstützt und das analoge Eintauchen in diese persönlichen Welten schätze ich sehr. Ich freue mich über Eure Rückmeldungen oder Eure Erfahrungen nach einer Beratung! Gerne nehme ich Impulse auf meine Beiträge entgegen und bin offen für Themenwünsche von Eurer Seite für weitere – nicht KI generierte – Texte!

Sternengrüsse von Nadja

ASTRO LA VISTA

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