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Die neue Lufthoheit würdigen:

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von Feuerprüfungen, Wasserspritzkanten und Erdfüssen

2025 ist ein entscheidendes Jahr im Epochenwandel. Immer mehr spannende und umfassende Umwälzungen zeigen sich und das Bild vergrössert sich fortlaufend. Heute möchte ich den Spannungsbogen aus den Basics bis zu den aktuellen News spannen.

Astrologie setzt die männlichen und weiblichen Energien mit dem aussendenden und empfangenden Prinzip gleich. Die Geschlechterthematik ist damit angeschnitten aber nicht alleine aussagekräftig, denn jeder von uns hat beide Anteile in unterschiedlicher Zusammensetzung in sich. Das wiederum prägt dann das individuelle Verhalten. Das Horoskop zeigt dies mittels der Planetenbesetzung in den Zeichen. Es gibt je sechs weibliche und sechs männliche Zeichen. Sie folgen sich im Rhythmus durch den Tierkreis, beginnend beim männlichen, aussendenden Prinzip des Widders. Danach folgt das empfangende Prinzip des Stiers und danach wieder das aussendende Prinzip des Zwillings, etc. Auch die Begrifflichkeiten Extroversion und Introversion sind (wertfrei) anwendbar. Alle Erd- und Wasserzeichen sind weiblich, die Luft- und Feuerzeichen männlich.

Der Begriff der Hoheit

Der Epochenwechsel durch den Jupiter/Saturn Zyklus vom Erdelement ins Luftelement (Dezember 2020) war demnach der Wechsel von der Hoheit der weiblichen Erdenergie hin zur männlichen Luftenergie. Gleichzeitig stand gerade Uranus als Mutationsprinzip zu dieser Zeit im weiblichen Zeichen Stier, was den Veränderungsbedarf des erdigen, weiblichen Prinzips anzeigt. Ich kanns mir nicht verkneifen, hier nochmals die Übergriffigkeit des Patriarchats anzuprangern, welche sich diese weibliche Lufthoheit einverleibt und die wahren ProtagonistInnen unterdrückt hat. Diese Befreiung hat gerade erst begonnen…

In der astrologischen Wahrnehmung findet dieser uranische Veränderungsbedarf Ausdruck in der Sensibilisierung für das Ökosystem Erde, im Wiedererstarken des Feminismus und in einem kompletten Verständniswechsel für Ressourcen wie Finanzmärkte, Erdschätze, Energien, etc. Gerade die Astrologie vermag diese parallelen und teilweise paradoxen Erscheinungen abzubilden, weil sie wertfrei und ganzheitlich selbst die grössten Widersprüche nebeneinander zu stellen vermag.

Mich hat dieses Grundthema bewogen, mir über den Begriff Hoheit Gedanken zu machen. Das verbinde ich intuitiv mit Macht und Dominanz. Doch ist es nur das? Der Duden definiert Hoheit über einen Staat sowie über Persönlichkeiten.

Beim Staat klingen durchaus Machtansprüche an, indem als Beispiel erscheint:

  • unter der Hoheit eines Staates stehen oder die Hoheit über ein Gebiet gewinnen, behalten, verlieren

Bei der Persönlichkeit aber geht es sowohl um die Anrede, also z.B. Eure königliche Hoheit als auch um die Ausstrahlung

  • die Hoheit seiner Erscheinung

Astrologisch definiert steht die Hoheit eines Elements für eine besonders starke Vertretung und damit prägende Wirkung. Das zeigt schon, dass mit Hoheit nicht unbedingt auch gleich Macht einhergehen muss, es geht in erster Linie um eine dominante Präsenz. Wer einen Blick in das eigene Horoskop werfen mag, es gibt in jedem eine Dominanz, also eine mehrfache Besetzung eines Zeichens oder eines Hauses. Das wäre dann auch eine Hoheit im individuellen Ausdruck.

Astrologie zeigt uns die Möglichkeiten der Verbindung

Wenn nun das männliche Prinzip im Zeitgeschehen diese Hoheit innehat, so kommt es in der Folge in den Staatsgebilden vermehrt zu Gebietsmachtkämpfen, während auf der persönlichen Ebene die eigene Erscheinung, resp. eine kraft- und möglichst wirkungsvolle Ausstrahlung ins Zentrum rücken. Von Würde sprechen wir derzeit leider nur am Rande. Geht es nur mir so, oder sind das genau die Bilder, die uns derzeit täglich entgegenspringen?

Es interessiert, wie sich derartig grundlegenden Umwälzungen in unserem Alltag zeigen. Sowohl Luft und Feuer als auch Erde und Wasser stehen sich im Tierkreis dreimal gegenüber. Die Paare sind Waage-Widder, Wassermann-Löwe, Zwillinge-Schütze, Steinbock-Krebs, Stier-Skorpion und Jungfrau-Fische. Mit der neuen Lufthoheit verliert sich auch ein zweihundertjähriges Gleichgewicht (Dauer der Erdepoche), resp. muss wieder neu erarbeitet werden. Die Zeichen Waage, Wassermann und Zwillinge kommen nun in diese Hoheit und sind entsprechend gefordert, mit dieser Kraft so umzugehen, dass die anderen drei Elemente ergänzend wirken können. Es ist astrologisch kein Zufall, dass Donald Trump Sternzeichen Zwillinge mit Sonne/Uranus und AC Löwe ist. Wolodymir Selenski ist Wassermann mit Sonne/Waage und Zwillingsaszendent. Putin ist Waage mit Sonne/Saturn und einem Zwillingsmond. Xi Jinping ist Zwillinge mit Sonne/Mars/Jupiter darin. Es ist genauso interessant im Freundes- und Familienkreis zu forschen, wer ein luftiges Sternzeichen oder eine Dominanz von mehreren Planeten in einem der drei Luftzeichen hat und damit derzeit in die Wahrnehmung rückt.

Neptun in Schütze hat die Mission der Befriedung

Zurück zum Bild des neu zu erstellenden Gleichgewichts: Wer mit einer neuen Hoheit nicht umgehen kann oder will, wehrt sich, reagiert zuweilen defensiv bis aggressiv. Sichtbar wird dies beim Feuer in Form von Kampf, Krieg, Zerstörung, eigenen Königsambitionen aber auch radikalen Glaubensüberzeugungen. Umgemünzt auf die individuelle Ebene kann sich das hochsteigern zu krankhafter und wahnhafter Selbstoptimierung, Schönheitswahn bis zur chirurgischen Verstümmelung, Narzissmus und Abkopplungstendenzen in Familie- und sozialem Umfeld. Diese feurige Ebene muss sich erst beruhigen, damit überhaupt eine neue Beziehung zu den neuen Themen der Luftzeichen entstehen kann. Gerade der Eintritt von Neptun in das Feuerzeichen Widder dürfte diese Wirkung entfalten und eine damit einhergehende Besänftigung und Befriedung könnte regelrecht heilend wirken. Denn durch die langsame Laufdauer räumt er immer hinter Saturn her, der aktuell ebenfalls zweieinhalb Jahre im Widder steht. Also erfährt alles, was derzeit an Feuerprüfungen zu meistern ist, nachher eine Beruhigung. Gleichzeitig entfalten gerade die positiven und konstruktiven Entsprechungen von Feuer wie Inspiration, Intuition, Initialkraft, Freude, Lebensmut, Authentizität, kulturelle Offenheit und Sinnorientierung maximale Verbindungskraft. Neptun funktioniert zuweilen magisch, seine Energie dringt selbst an die verborgensten Stellen.

Der Verlust der Hoheit und die Suche nach der Augenhöhe

Doch widmen wir uns nun dem Erdelement, das Element welches die Hoheit nach sagenhaften 200 Jahren abgeben musste. Auch hier besteht ein Gegenpol, das Wasser. So haben auch in dieser Paarung plattentektonische Verschiebungen stattgefunden und das Gleichgewicht rutschte aus eingefahrenen Gleisen. Doch hier dreht sich alles um eine neue Augenhöhe, weil keines der beiden Elemente mehr überlegen ist. Wie sich das äussert, hat viel mit den Auswüchsen des Patriarchats zu tun, denn lange nicht alles war schlecht. Was jetzt noch Bestand hat, wird auch unter der neuen Hoheit Wichtigkeit haben. Aber  bröckelnde Werte (Stier), veränderte Prioritäten in der Arbeitswelt (Steinbock), signifikante Probleme im Gesundheitswesen (Jungfrau) und die kollektive Abschiebung von Verantwortung an den Bürger (Steinbock) sind warnende Hinweise, wo aufgeräumt und mit innovativen Ideen stabilisiert werden muss. Weil Erde vor allem als Sicherheit, gesellschaftliche Anerkennung und Sichtbarkeit gelebt wurde (gesellschaftsrelevante Standards), stehen nun auch die Wasserzeichen vor einer neuen Aufgabe. Exemplarisch steht dafür die EU, eine Fischeorganisation, gegründet unter dem Credo von Frieden in Europa. Nach langer Zeit am Rockzipfel der USA, gilt es sich nun wieder selbst zu stabilisieren und autonomer zu werden. Die Aufrüstung ist dabei jene bewährte Antwort auf diesen Kontrollverlust, welche noch aus der Erdepoche stammt. Es gälte aber vielmehr neue, eigenverantwortliche Verbindungen aufzubauen, die nicht auf Abhängigkeit sondern auf Ko-Existenz basieren. Auf der individuellen Ebene erkennt man die Verunsicherung der Wasserzeichen derzeit an einer enormen Zunahme von psychischen Problemen und Überbelastungen der entsprechenden Institutionen und Angebote (Krebs und Skorpion). Auch völkisches Gedankengut und Abschottungs-tendenzen (Krebs), Machtergreifung mittels angstschürenden Vorstellungen und unheilsamen Symbiosen (Skorpion), toxische Abhängigkeiten und zunehmender Konsum von illegalen und betäubenden Substanzen (Fische) sind Ausdruck dieser vorübergehenden Verlorenheit. Dabei steckt im Wasser jene Essenz zur wahren Verbindung zwischen Mensch und Natur. Die Fähigkeit der Empathie, der echten Anteilnahme und gemeinsames Erleben sind Seelennahrung. Diese humanitären Grundeigenschaften gilt es wieder zu beleben und an Schulen zu vermitteln. Im erdigen Stier gibt es nachwachsende Ressourcen und die Fähigkeit über die Sinne zu erspüren und zu erleben. In der Jungfrau steckt die Möglichkeit sich zu verorten und einzubringen und im Steinbock die Wertschätzung, als Teil einer Gesellschaft wahrgenommen und akzeptiert zu werden. Seht ihr auch, was es noch zu tun gibt?

Das richtige Mass

Eine funktionierende Balance zwischen Erde und Wasser findet ihr in jedem Garten und jedem Blumentopf. Was gegossen wird, wächst. Was zuviel gegossen wird, fault. Was zuwenig gegossen wird, verdorrt. Diese simplen Regeln vom richtigen Mass gelten für eine neu zu findende Balance in einer unglaublich reichen Welt mit zahlreichen Verbindungen. Wir können verzerren, projizieren und ausblenden. Aber wir können auch Klarheit erstellen, Bewusstsein schaffen und Wahrnehmung erweitern.

Wir leben in Gesetzmässigkeiten und sterben auch in diesen. Der Weg führt derzeit steil hinab und wir sind gefordert, unsere Schritte sorgfältig zu wählen. Gleichzeitig sehen wir am Horizont neue KI-Gipfel mit schwindelerregenden Höhen. All diese Zeiterscheinungen bedingen empathische Aufnahmefähigkeit und geistige Empfängnisbereitschaft, was Jupiter in Krebs dieses Jahr fordert. Es empfiehlt sich daher, sich all der trockenen und fauligen Stellen anzunehmen, im Wissen, dass jeder von uns mit seiner individuellen Zusammensetzung eine eigene Lösung findet. Denn für die grossen Probleme dieser Welt gibt es letztlich nur eine Herangehensweise: all diese individuellen Lösungen und Erfahrungen müssen genutzt werden. Die Sternenwelt zeigt mit Uranus in Zwillinge ab Juli 2025 zudem an, dass gerade neue Technologien wie AI uns hier in jene ungekannten Höhen katapultieren werden, die sich bereits in unserem Alltag einnisten. Deshalb ist es umso ratsamer, die eigenen Füsse mit der Erde, auf der wir stehen, zu verbinden. Erdung und Verbindung sind das, was unsere Seelen nun für die Weitereise brauchen. Habt einen tollen Sommer!

Wer den Sternen im Schatten begegnen möchte, melde sich! Ich stehe ab Mitte Juli wieder für Termine zur Verfügung!

Herzlich Nadja

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