Erinnerst Du Dich an den Beitrag über die Jahreskonstellation 2026? Jetzt ist sie da – am Sternenhimmel bilden Jupiter, Uranus, Neptun und Pluto ab dem 20. Juli 2026 eine sogenannte Krippenfigur. Die Figur wurde vom berühmten Astrologen André Barbault als massive, gesellschaftliche Werteverschiebung prognostiziert. Barbault selbst starb 2019 nach mehreren treffenden Voraussagen.
In der Vorbereitung auf diese Konstellation habe ich symbolische Bilder für diese wichtige Konstellation gesucht. Ihr als Leser dieser Beiträge wisst bereits Einiges über die Luftepoche, in welcher wir uns seit 2020 für 200 Jahre befinden. Wenn wir als Menschen in die Luft steigen/fahren, brauchen wir irgendein Gefährt. Wir sind ja keine Vögel, haben keine Flügel ausser einem Geist, der überallhin fliegen kann. Doch gerade im Umstieg auf ein neues Element müssen wir uns erst mit Hilfsmitteln behelfen. Rückblickend würde ich sagen, wir haben uns dieses Hilfsmittel in den letzten 6 Jahren sukzessive gebaut. Denn die Krippe ähnelt doch stark einem Korb unter einem Heissluftballon, findet ihr auch? Also lasst uns einsteigen und sehen in welchen Lebensbereichen sich dieses neue, energetische Gefährt nun über neue Verbindlichkeiten manifestiert!
Das individuelle Leben aber auch das Weltgeschehen, welches mit mehreren Kriegen, politisch polarisierenden Figuren, humanitären Krisen und rasanten Innovationen maximal aufgeladen ist, sind der Ort, von wo wir abheben werden. Am Start speziell involviert sind Menschen mit Planeten in den Anfangsgraden der Tierkreiszeichen im persönlichen Horoskop, da die Figur sich auf 4° in den Feuer- und Luftzeichen formiert. Diese beiden Elemente sind energetisch beide extrovertiert, es geht um maximalen Schub mit äusserlich sichtbaren Veränderungen, die nun in neue Gesetzmässigkeiten schweben. Die Zeichen Widder, Zwilling, Löwe und Wassermann bilden den Korb, an der Himmelsmitte als Ziel der Mission steht Skorpion. Nicht umsonst kommt gerade der Film „Die Odyssee“ als Neuverfilmung in die Kinos, denn es sind Prüfungen zu bestehen, die denen von König Odysseus in Nichts nachstehen!
Neumond auf 22° Krebs als saatmoment
Der Neumond vom 14. Juli 2026 legte die Saat für das Erscheinen des Ballonkorbs (Krippenfigur). Die Venus in der Jungfrau hatte dabei eine zentrale Rolle, ein Hinweis, dass es beim Start in allen Beziehungen und Verbindungen um eine neue Liebe zur Sorgfalt und Ordnung geht. Ordnung ist ein Begriff, der in jedem Lebensbereich zentrale Wichtigkeit hat. Jeder pflegt eine Art Ordnung und mit diesem Wertesystem und einem individuellen Platzverständis treffen Menschen aufeinander. Je näher sie einander kommen, desto mehr kollidieren diese Vorstellungen und Handlungen. Denkordnungen, Abläufe im Alltag, Verhaltensmuster – all das dient dem Menschsein. Nicht zuletzt hilft es ihm, innerhalb einer sozialen Gruppierung Zugehörigkeit zu finden, gebraucht zu werden und Wertigkeit im eigenen Beitrag zu empfinden. Jene, die diese Stufe nicht erreichen, bleiben im Löwen stecken, verlieren sich in der übermässigen Selbstzentrierung und überhöhen sich selbst. Die Demut der Jungfrau bedingt, das über sich hinauswachsen, zu erkennen, dass man nicht besser ist als andere, aber durchaus ANDERS sein kann. Denn jeder bringt etwas ein, was der Gruppe letztlich zu Gute kommt. Wer seinen authentischen Beitrag nicht einbringen kann, der hat seine Gruppe oft noch gar nicht gefunden. Doch auch in diesem Fall liegt der Knackpunkt im Löwen. Wer in die narzistische Opferhaltung fällt und das Umfeld verantwortlich macht, dass er nichts beitragen kann, projiziert nach aussen. Die Aufgabe der Selbstwerdung ist keine Anpassungsleistung, erst muss man den Mut und die Kraft finden, die eigene Individualität auszuleben. Neue Ordnungen basieren auf Respekt vor Authentizität und der Beziehung zum Zeitgeist.
Jupiter macht den Luftfahrschein, Mond stabilisert den Anker
Betrachten wir dieses neue Gefährt mal näher. Es gibt den Bodenanker, den ich mit Mond gleichsetze. Die Beschaffenheit dieser Verankerung muss ganz unterschiedlichen Masstäben genügen. Das eigene Mondzeichen gibt Auskunft darüber. So wie ein Widdermond sich am Liebsten noch zusätzlich vom Boden abstossen würde, damit er schneller hoch kommt, wird ein Skorpionmond die Verankerung mit einem Zahlenschloss absichern, damit er selbst entscheiden kann, wann er losfahren will. Der Stiermond wird im Umkreis von einem Kilometer sein Revier absperren, damit ein sicherer Start klappt. Der Zwillingmond ist offen für neue Systeme, während der Steinbock Mond ein bereits geprüftes Verankerungspatent braucht.
Astrologie ist wertfrei, es gibt nicht gut und schlecht. Aber wenn die eigene Mondenergie nicht berücksichtigt und gelebt wird, wird dieser Start nicht gelingen. Gehen wir erst davon aus, dass er gelingt, bevor wir die Fehlzündungen beschreiben. Jupiter ist der Pilot bei dieser Ballonfahrt, doch auch er muss erst zur Prüfung antreten. Ihm steht eine eigentliche Odyssee bevor mit Prüfungen, Hadern, Zweifel und Verlust – ein wahres Heldenepos mit Aussicht auf Ruhm und Ehre in der grossen Disziplin des Menschseins. Auch hier spielt der individuelle Jupiter im Horoskop eine zentrale Rolle. Die mundane Konstellation, Jupiter in Löwe, symbolisiert die Befähigung für den individuellen Weg in der eigenen Lebensführung. Die Mythologie zum Vorbild nehmen kann dennoch nicht schlecht sein, mangelt es doch derzeit besonders an positiven, kollektiven Vorbildern. Die Ilias von Homer behandelt den trojanischen Krieg, aus dem König Odysseus zehn Jahre später nach Hause aufbricht. Dieser Heimweg wird zur abenteuerlichen Odyssee, welche erneut zehn Jahre dauert, bei der er alle seine Gefährten verliert und als Bettler zu seiner Familie zurückkehrt, welche ihn bereits als tot wähnten. Die kommenden Konstellationen dürften uns tiefer in die bildstarken Herausforderungen führen, welche auch er in der mythologischen Geschichte zu bestehen hatte. Doch vorerst fängt mich in der Geschichte das Zyklische. Zweimal zehn Jahre sind exakt der Umlauf einer Jupiter/Saturn Begegnung, welche ja den Start der Luftepoche eingeläutet haben. In den ersten zwanzig Jahren sind wir noch nicht in der errechenbaren Mitte, und doch steht der Ballonkorb nun sozusagen vor unserer Türe.
Womit wir zu den Schattenthemen kommen. Es gibt Kräfte, die uns am Boden in der Verankerung halten wollen. Sie richten sich an jene, die ihre eigenen Bedürfnisse (noch) nicht selber stillen können. Ein selbstbewusster Mensch traut sich etwas zu und will Erfahrungen machen, indem er sich zeigt und dem Leben stellt. Das basiert auf einem Fundament: Wurzeln in Form von emotionaler und kultureller Zugehörigkeit und Geborgenheit. Die Stimmenfänger sind nicht zum ersten Mal unterwegs, doch es gibt keine Nationalität, die besser ist als eine andere. Aber es gibt Menschlichkeit, die nach wie vor die Kraft hat, uns zu verbinden. Doch auch unsere Kinder sind in Gefahr, sie gilt es besonders zu beschützen und weiter zu befähigen. Unser Bildungssystem muss erst die Selbstbefähigung schärfen und danach die Anpassungsfähigkeit trainieren. Die Generationen, welche nun an der Macht sind, wurden vor allem über Anpassung konditioniert, was ihr Selbstvertrauen nicht unbedingt gesund verankerte. Verantwortung für das soziale Umfeld übernehmen und die eigenen Interessen mit dem grösseren Ganzen in Einklang bringen, sind enorm wichtig. Aber zuerst muss man durch Ausprobieren herausfinden, was man kann und was der Beitrag und Platz im sozialen Umfeld ist. Gier und Machthunger der Zukurzgekommenen sind für das Überleben aller eine Gefahr, so wächst der Zorn des Zeus (Jupiter) in uns allen, Übertreibungen anzuklagen und Gerechtigkeit einzufordern. Wenn keine Authentizität zwischen Wurzel (Bedürfnis) und Weg (Jupiter) besteht, amtet Jupiter als Kriegsgott für Gerechtigkeit. Eine spannende Figur im Zeitgeist ist z.B. Jens Spahn, der seine familiären Bedürfnisse für ein Kind über seine Vorbildfunktion als öffentliche Figur gestellt hat und Ikarusgleich auf die Politbühne gestürzt ist. Seine wahre Mission wurde entlarvt und unauthentische Aussagen werden nicht mehr toleriert.
Antrieb und Bodenbeschaffenheit
Immer noch motiviert und bereit, einzusteigen? Das Propangas, welches heisse Luft für den Auftrieb des Ballons generiert, ist das wichtigste Steuerelement. Das repräsentiert Neptun mit Saturn in Widder. Wer das Gas aufdreht begegnet der Wirklichkeitswahrnehmung aus einem schwebenden Ballonkorb. Geprägt von einer Vermarktungskultur, verschmolzen Bilder und Ideale in der Werbemaschinerie der Erdepoche oftmals zu kollektiv geltenden Sinnlandschaften. Die Blickrichtung vom Boden aus ist jedoch komplett anders, als jene aus einem Ballonkorb. Welche Ziele für einen Menschen sinnstiftend sind, präsentieren sich in einer 360° Perspektive, welche der neue Zeitgeist gar nicht mehr definieren will oder kann. Das verweist auf ein Leben von mehr Selbstverantwortung auf allen Ebenen, welches durch ständige Blickwechsel viel herausfordernder ist, als ein folgsamer und vorwärts orientierter Angestellter, Bürger oder Kirchgänger zu sein. Wer nun Verantwortung für seine Ideale übernimmt, muss das Propangas – stellvertretend für die eigenen Kräfte – regulieren. Es geht um stete Wandlungsfähigkeit, damit gerät man unweigerlich in Kontakt mit den eigenen Ressourcen und Vorstellungen. Gerade wenn der Ist-Zustand nicht mehr befriedigt, gilt es im persönlichen Machbarkeitsbereich zu handeln, anstatt das Problem im Aussen zu bekämpfen. Neues darf mutig angegangen werden, solange es authentisch ist, sind auch Fehler erlaubt und lehrreich. Im Ballon kann man auch einfach mal die Flughöhe verändern, allein das schafft schon wieder neue Perspektiven.
Uranus übernimmt den Lead im Verhalten
Die andere Voraussetzung für die Ballonfahrt schafft Uranus in Zwillinge. Er bringt die Kriterien der Beweglichkeit, des Ausprobierens und der Flexibilität als weitere Lerndisziplin mit ein. Gleichzusetzen mit dem Wetter und der Thermik, welche für den Ballonflug lebenswichtig sind. Nur wer auf äusserliche Veränderung reagieren kann und sich Risiken stellt, erhält auch grössere Perspektiven und bleibt in der Luft. Künstliche Intelligenz kann derzeit nur mittels verantwortungslosem Ressourcenverbrauch unterstützen, noch gefährlicher wird’s, wenn sie als Ersatz für die eigene Lebensführung eingesetzt wird. Ein Cherokee Indianer meinte in einem Instagram Post kürzlich, erst wenn er frische Luft und sauberes Wasser mit dem Handy bestellen könne, werde er diese Technologie wertschätzen. Bis dahin ehre er weiterhin den Schöpfer, der diese Naturschätze vollbracht hat. Ab dem 27. Juli dürfte der Fokus vermehrt auf alterzentrische Motive umschwenken. Die Egozentrik am absteigenden Mondknoten wird zum Karma für die Wahrnehmung für die Veränderungen auf diesem Planeten. Die nächsten 1.5 Jahre könnten zum evolutionären Showdown für übergrosse Egos werden. Machtdemonstrationen aus dem Kollektiv haben die Kraft, Regierungen zu stürzen. Die Luftepoche braucht andere FührerInnen als die Erdepoche, vielleicht überhaupt andere, kollektive Führungsstrukturen anstelle von übermächtigen Präsidenten und Diktatoren. Das Wassermannprinzip sieht die Welt aus der Vogelperspektive und fokussiert die globalen Zusammenhänge. Das vernachlässigt die Details, doch in Zusammenhang mit mehr Eigenverantwortung entsteht mehr Freiheit für Individualität. Die Befreiung von unnötigen Gesetzen und Einschränkungen wäre so zu realisieren. Die Abkehr vom saturnalen Sanktionieren geht aber nur in einer Gesellschaft, die weiss und thematisiert, was der Einzelne zu respektieren hat. Diese Wertediskussion findet täglich statt, doch sie wird nicht moderiert. Daher entstehen oft nur Spaltungen in den Wertebildern ohne Konsens. Da Neptun, als Symbol für die Verbindung, aber erst eine neue Umrundung von 165 Jahren aufgenommen hat, bleibt die Astrologin in mir zuversichtlich.
verbindung in sich selbst schaffen
Seit 2020 wurden wir überrannt von Neuerungen, Beschleunigungen, Unsicherheiten, Zusammenbrüchen und Veränderungen. Dieses uranische Chaos glich einem Wirbelsturm, bei dem noch keiner in die Luft konnte. Doch jetzt zeichnet sich eine erste Ruhephase ab, in welcher die neuen Gesetzmässigkeiten tiefer ins Bewusstsein einsinken können und der Flug geplant werden kann. Vielleicht auch eine Phase, in der wir erstmal aufsteigen dürfen, bis wir unsere Flughöhe erreicht haben. Viele alte Verbindungen gingen verloren, das erzeugte auch den Effekt der Verlorenheit und des fehlenden Überblicks. Pluto und Jupiter stehen sich im Ballon als Prüfungsexperte und Lernender gegenüber. Es gilt sich auf neue, luftgesetzmässige Verbindlichkeiten einzulassen, allen voran, jene zu der eigenen, sich immer weiterentwickelnden Anlage und unserer Fähigkeit, in echte Resonanz mit unserer Umgebung zu treten. Es gibt keinen vorgezeichneten Weg im Aussen, nur die Gewissheit, dass wir ihn letztlich nur in uns finden können. Gute Fahrt Euch allen!
Wer Orientierung beim Ballonflug braucht, der melde sich bei mir! Ich bin gerne behilflich, diese aussergewöhnliche Konstellation in Dein individuelles Horoskop/Leben zu übersetzen.
