Zeit für den Umbau

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Mit der Jupiter/Saturn Konjunktion am 21. Dezember 2020 fiel der unsichtbare Startschuss für die neue Luftepoche. Nach einer 200jährigen Erdepoche befinden wir uns in einem veränderten Umfeld und atmen sukzessive den neuen Zeitgeist ein. Der Wechsel von den Triebkräften und Zielen der Erdzeichen in jene der Luftepoche sind markant, die Umbaupläne enthalten viel Leichtigkeit.

Was hier ist gerade leicht?

Nun könntest Du Dich fragen, was in einem Lockdown mit vielen Einschränkungen und Limitierungen denn bitte leicht sein soll. Und ich werde Dir antworten, dass Du den Blick weg vom Unmittelbaren hin zur Vogelperspektive wagen solltest Denn es werden sich im ganzen Jahr 2021 immer wieder neue Fenster zum Experimentieren öffnen, das willst Du doch nicht verpassen? Es sind „Jetzt oder nie“ Momente, die uns auffordern, ganz spontan etwas zu wagen. Vielen kommt vielleicht das „Auf und davon“ in den Sinn, aber es ist viel mehr. Es war gerade eine typische Erscheinung der Erdepoche, dass wir uns mittels Reisen und Auszeiten aus dem funktionalen Alltag ausklinken konnten, ja sogar mussten. Damit wurde auch kompensiert, dass für Viele Arbeit eintönig und sinnentleert ist und unsere Fähigkeiten und kreativen Impulse viel zu wenig zum Einsatz kommen. Wer kann aus vollem Herzen sagen: „Meine Arbeit macht mir Spass! Sie befruchtet mich in meinem Dasein, ich werde mit meinen Fähigkeiten gebraucht und erhalte dadurch Sinn.“ Mit diesen Ausbrüchen in vermeintliche „Paradiese“ wurden entleerte Batterien getankt, um danach im System wieder funktionieren zu können. Ich meine nicht den Reisenden, der eintaucht in die Kulturen, der Menschen erleben will, sondern den immer stärker werdenden Billigtourismus der letzten Jahre. Er zeigte ein Bild des seelischen Mangels, der mit Konsum zum tiefsten Preis nicht langfristig zu beheben ist.

Aus der Erde in die Luft: DAs Beispiel Ehe

Ein Umbau steht auch in unseren Beziehungen bevor. Mancherorts schweben Ansprüche an Einhaltung der Norm sowie materielle Beweggründe, das vermittelt zum Einen Sicherheit, beschwert und engt aber gleichzeitig ein. Das astrologische Bild von Beziehungen ist ein Luftiges, es geht zuallererst um einen Austausch, um eine Kontaktaufnahme und ein gegenseitiges Inspirieren. Da ist von Vertrag und Pflichten vorerst nichts zu sehen. Es ist das Spiel um „ich zeig Dir meins und Du mir deins“ und wenn es gegenseitig gefällt, kanns gerne enger und verbindlicher werden. Am Prinzip Ehe sehen wir den aktuellen Zeitenwandel sehr gut. Ursprünglich als „kleineres Übel“ aufgrund der Nichtdurchsetzbarkeit des Zölibats akzeptiert, wandelte sich die Ehe im Rahmen der 200jährigen Erdepoche zu einer Art Wirtschaftsverbindung. Sie gab den Rahmen für das physische Zusammenleben, die Familiengründung und nicht zuletzt auch für die finanzielle Sicherheit von Frauen. Die Emanzipation beschleunigte aber den Wertewandel in der Ehe und daraus entstanden neue Formen: die gleichgeschlechtliche Ehe, die wilde Ehe, die Ehe auf Zeit, die Gleichstellung von unverheirateten Paaren und sogar die Sologamie, die sogenannte Selbstheirat. Man kann an diesem Beispiel also feststellen, dass das ideelle Prinzip die materiellen Beweggründe überholt hat. Und man sieht auch, dass eine Zersplitterung in viele individuelle Facetten Einzug hält.

Im individuellen Leben stellt sich also die Frage, wo genau wir diese Luftfärbung erfahren. Das Horoskop definiert Lebensbereiche, es enthält viele Hinweise, wo deutliche Veränderungen zu erwarten sind, respektive von wo aus sie letztlich viele Bereiche unseres Lebens beeinflussen. Die Planeten in den Erd- und Luftzeichen können auf ihre bisherige Dominanz hin untersucht werden. Sie symbolisieren unser Wirken und unsere Talente, hier erfahren wir eine Art Neufokussierung. Wenn der eine Wert fällt, steigt der Andere – es gilt sich bewusst zu werden, was man persönlich noch an Potential herausformen kann. Sowieso wird der gesellschaftliche Wertewandel gigantisch und er verschont auch nicht unsere persönlichen Wertebilder. Sich selbst bewusst zu sein, was einem wirklich wichtig ist, bedeutet auch, in Einklang mit seiner tiefsten Motivation zu stehen und dadurch seine Ziele klar anzupeilen. Gerne weise ich in diesem Zusammenhang auf meine neue Werteserie im „de Herisauer“ hin, wo auch Dein Input gerne entgegengenommen wird. redaktion@deherisauer.ch

NEuer Honig fliesst ins System – wie stark sind die alten Waben?

Alle bereits gewachsenen Strukturen erfahren daher eine Überprüfung. Halten Sie dem neuen Zeitgeist stand? Wenn die Struktur nicht auf lebensnahen und bedürfnisorientierten Prinzipien basiert sondern auf rein materiellen Werten gebaut ist, wird sie diese Umbauzeit nicht überleben. Dabei sind diese Strukturen überall zu finden, in Beziehungen, in der Arbeitswelt, in der Lebensgestaltung, in der Familie, etc. Das Pendel der Zeit zeigt in Richtung Belebung und Mobilisierung eben dieser Strukturen – mittels neuen Ideen, Vernetzung und Austausch von Wissen. Stellt man sich Bienenwaben vor, dann fliesst nun neuer Honig ins System. Waben sind aber anfällig für Schädlingsbefall und dann sind sie unbrauchbar. Es dürften also einmal mehr die gesunden Strukturen sein, die überleben werden, wobei die Frage, was denn nun gesund ist, ebenfalls eine sehr persönliche ist.

Am 17. Februar 2021 tritt die Sonne in das Tierkreizeichen Fische ein und dann beginnt auch die Fastenzeit. Es ist der Ausklang des astrologischen Jahres und lädt dazu ein, sich auf allen Ebenen von nicht mehr Gebrauchtem zu „entschlacken“. Mit Blick auf das Bild der Waben geht es auch um das Beheben der schadhaften Stellen, sich von überholten Glaubenssätzen zu trennen und sich einzustellen auf ein Jahr mit Experimentierqualität. Wagen wir uns immer mal wieder vor, um das Neue zu beschnuppern und auszuprobieren. Dazu muss man nicht alles Bestehende über den Haufen werfen, es geht letztlich darum einen Übergang zwischen Erde und Luft zu schaffen. Diese Umbauarbeiten sind 2021 durch die dreifache Begegnungen von Saturn und Uranus symbolisiert und finden in der Zeit um den 17.2., 15.6. und 23.12. statt. Der Versuch, das Alte um jeden Preis festzuhalten, sollte immer auch eine individuelle Werteprüfung erfahren – ich wünsche Euch allen dabei jetzt schon viel Kraft und Mut.

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