Schreibblockade auf den Malediven

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Ich habe neue Erfahrungen mit dem astrologischen Reisen gemacht. Wie ihr ja bereits wisst, ändern sich durch den Reiseort die Koordinaten für die Berechnung des Horoskops. Das bedeutet, wir haben einen neuen Aszendent und die Planeten fallen in andere Häuser als an unserem Wohnort. Für mich immer wieder spannend, ganz bewusst wahrzunehmen, was sich dadurch verändert. Jüngstes Beispiel war eine surreale Traumreise auf die Malediven. Persönlich wäre ich wohl nie dahin geflogen, alleine schon die Aussicht auf eine Insel, die man in 15 Minuten umrundet hat und auf welcher man sich durchwegs aufhält, führt bei einem Zwilling wie mir leicht zu Panikattacken. Natürlich: lesen geht immer, aber keine Kultur, keine Ausflüge, immer die gleichen Leute, das gleiche Buffet…? Nun gut, hört mir zu, es kam alles anders. Also Anreise über Male, mit dem Wasserflugzeug auf die Trauminsel Villamendhou und dann schlug gleich die Ferienstunde Null: Schuhe aus und 10 Tage nicht mehr wiedergesehen. Neptun (Füsse) durfte an die Luft! Geniales Gefühl, umso mehr wenn zu Hause minus 10° Grad herrscht 😉 Eine schöne Entsprechung fand sich schnell im Horoskop: mein Neptun, der auf den Malediven ins 12. Haus fiel und damit wortwörtlich aus dem Alltag entflieht.

Doch was passierte bloss mit meinem Merkur? Ich hatte eine regelrechte Schreibblockade, habe während den ganzen Ferien nicht ein Wort verfasst. Das mag nun nicht sehr besorgniserregend klingen, aber glaubt mir, für mich ist das total ungewohnt. Es gab noch nicht viele Tage in meinem Leben, an denen ich rein gar nichts geschrieben habe. Der Blick in mein Maledivenhoroskop gab da klare Hinweise: Merkur fiel ins 6. Haus. Im sogenannten Eckhaus des zweiten von insgesamt vier Quadranten im Horoskop befinden wir uns im Bereich der Psyche. Im 4. Haus bringen wir das Äussere mit unseren inneren Bildern und Gefühlen in Verbindung, im 5. Haus bringen wir dies dann sichtbar und hörbar zum Ausdruck und im 6. Haus geht es um „das verträgliche Mass“, also um die Anpassung unseres emotionalen Ausdrucks an die Umwelt. Schliesslich können wir nicht alle unsere eigenen Bedürfnisse ins Zentrum der Welt stellen, es braucht eine Wahrnehmung für den richtigen Zeitpunkt und das richtige Mass. Dorthin fiel also mein ansonsten schreibwütiger Merkur und verstummte.

Nun symbolisiert Merkur eben nicht nur schreiben sondern auch reden und zuhören. An meinem Wohnort fällt Merkur ins 8. Haus. Das ist der Quadrant des Geistes und der Vorstellungen. Wir begegnen im 7. Haus täglich hunderten von Gedanken, Ideen, Menschen, Tieren oder Büchern. Dann müssen wir uns entscheiden, mit welchen davon wir in Verbindung treten und im Falle von Menschen eine Beziehung haben wollen. Wir unterschreiben Verträge und binden uns an Ideen, Menschen, Philosophien oder Sachwerte. Dafür müssen wir auch mal Überzeugungen und Werte aufgeben, verlieren damit auch bestehende Sicherheiten um etwas Neues Gemeinsames zu erschaffen: die Ehe oder Lebensgemeinschaft, eine berufliche Partnerschaft oder eine Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft mit verbindlichen Inhalten (Religion, Partei, Anhängerschaft). Im 9. Haus schliesslich verkünden wir unsere Erfahrungen und geben diese an andere weiter. Das kann im heimischen Umfeld oder im Ausland sein. Und so wächst unsere Erfahrung immer weiter, wann immer wir wieder mit neuen Ideen und Menschen in Kontakt kommen, wächst unsere Toleranz und weitet sich unser persönlicher Wahrnehmungshorizont. Mein Schreiben zu Hause hat also den Sinn diese Kontakte und Ideen auszuwerten und zu analysieren. Damit transformiere ich das Erlebte und reflektiere meine Erfahrungen damit. Da ich sehr neugierig und offen für viele Dinge bin, habe ich dementsprechend viel zu schreiben 😉 Doch auf den Malediven glitt ich auf die psychische Ebene, weg vom ewig suchenden Geist.

Mein Merkur ist also auf den Malediven vorallem für den Gefühlsausdruck zuständig. Das türkisfarbene Meer brachte ich leicht in Einklang mit meinen inneren Bildern und Gefühlen, es hatte für mich die Qualität eines Kuoni Prospekts. Ich fühlte mich von der ersten Sekunde an pudelwohl und staunte von da an nur noch ob der vielfältigen Schönheit an Land und zu Wasser. Auch andere Themen gaben mir vielfältige Rückschlüsse. Aber alles muss ich Euch ja auch nicht erzählen… Wichtig ist nur: Reist bewusst! Astrolavista ist Euch gerne dabei behilflich.

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