Generation Luft

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Jupiter und Saturn

Jupiter und Saturn sind sogenannte Gesellschaftsplaneten, sie beschreiben, was uns als Gemeinschaft wichtig ist und welche Werte und Normen wir anstreben. Dabei ist es wichtig zu differenzieren, dass wir unter dem Begriff „Gesellschaft“ die Wahrnehmung unseres direkten Umfeldes im Alltag, unseres beruflichen Umfeldes sowie unser Land und seine Regierung verstehen. Darunter fallen dann alle öffentlichen Bereiche wie Bildungswesen, Gesundheitswesen, Sicherheit, Wirtschaft, Rechtssystem und Finanzen. Die Symbolsprache der Astrologie kann das Zusammenspiel dieser beiden Planeten entschlüsseln und ihre Bewegungen in den Zeichen und Elementen in Form von Zeitqualitäten erkennen.

Ein Zyklus zwischen Jupiter und Saturn dauert 20 Jahre. Dabei ist der Start eines Zyklus von seiner Aussagekraft her zentral und generiert zahlreiche Rückschlüsse aufgrund der Eigenschaften des Tierkreiszeichen wo die Konjunktion stattfindet. Wie auch der Mundanastrologe und Prognostiker Christoph Niederweiser in seinen informativen Videos herausgearbeitet hat, fanden diese Zusammenkünfte nun über einen Zeitraum von 10 Zyklen, also 200 Jahre in Erdelementen statt. Damit ist nun Schluss und es beginnt eine ganz neue Epoche von Zyklen in der Luft. Die nächste Konjunktion steht uns bald bevor, im Dezember treffen sich Jupiter und Saturn zum Start eines neuen 20jährigen Umlaufs im Zeichen Wassermann.

Wechsel von Erde zu Luft

Dieser Luftzyklus bringt einen epochalen Wechsel im Gesellschaftsgeschehen. Dabei reden wir nicht von kurzfristigen Erscheinungen sondern von langfristigen Veränderungen in allen angesprochenen Bereichen. So ist ein Virus wie Corona in dieser Wahrnehmung nicht das „Neue“, sondern einer jener kraftvollen Gamechanger, der dazu dient, uns aus dem alten System abzunabeln. Gerne möchte ich versuchen, Euch diese Ereignisse bewusster zu machen. Wenn wir uns zum Beispiel das Thema Bildung herauspflücken, sehen wir Folgendes: Mit Greta begann der Schulstreik. Ihre Botschaft: „Es gibt Dringenderes zu erledigen, als das, was ich an Zeit im Schulsystem verliere“. Oder anders formuliert: das was man mir in der Schule beibringt, wird diese Welt nicht retten. Zahlreiche Jugendliche waren derselben Meinung und schlossen sich ihr an. Die Motive dahinter waren beileibe nicht nur altruistisch, aber Fakt im Gespräch mit vielen Jugendlichen bleibt: die Prioritäten der Generationen haben sich verschoben und die neue Generation nimmt diese Gesellschaft aus einer anderen Perspektive wahr. Zweites Beispiel ist die aktuelle Absage aller Lehrabschluss- und Maturaprüfungen aufgrund der Coronakrise. Ich ertappe mich selber dabei, wie wichtig ich es erachten würde, dass hier eine Schlussleistungen erfolgen müsste, die Aufhebung dieses Schlusspurts, dieses Rituals von „ich habe es geschafft und mir das selber erarbeitet“ beschäftigt mich.

Hatten Sie kürzlich Kontakt zu dieser Generation? Nebst der Freude, dass der Arbeitsaufwand erspart bleibt, schwebt da auch dieser so ganz andere Blick mit. Hier geht gerade eine Entwertung von physischen Prüfungen und messbaren Leistungsausweisen von statten, der Erdplanet Saturn steht für die Meisterschaft des Lernens. Das muss ich weder gut noch schlecht finden, es zeigt einfach, dass sich auch hier alte Werte und Normen auflösen und wir mit unserer bisherigen Einstellung plötzlich veraltet sind. Da stellt sich doch die Frage: aus welcher Perspektive schaut die neue Generation?

Ganz pauschal bin ich geneigt zu sagen, aus der globalen Perspektive. Die Gewichtung von gesellschaftlichen Themen folgt nicht mehr nur aus der Motivation heraus, dass ich mich als Einzelner in das herrschende System eingliedern möchte oder muss. Diese Generation hat tatsächlich den Blick von Google Earth. Sie schauen aus dem Himmel herunter auf eine Erde, die ihnen ziemlich marode erscheint. Die grosse Frage wird nun sein, wie sie all ihre Ideen, dies zu verbessern in die Gesellschaft integrieren können. Diese Symbolik findet sich im Zeichen Wassermann, wo Uranus als Gott des Himmels thront, sich einen Deut um irdische Regeln oder Grenzen schert und munter seine grossen Pläne und Freiheiten verfolgt. Wir haben Glück, dass wir so viele Sichtweisen auf dieser Erde haben doch wir sind auch gefordert, unsere unterschiedlichen Wahrnehmungen zu respektieren und gemeinsam Lösungen zu finden. Daher stellt sich doch die Frage, welchen Blick haben denn die anderen Generationen?

Ein Blick zurück…

Hier eine kleine Übersicht der letzten Erdkonjunktionen von Jupiter und Saturn und deren Entsprechungen aufgrund der Zeichenthemen:

1940 Konjunktion in Stier: Die gesellschaftlichen Interessen drehten sich um Wertvermehrung, Besitzstreben und das Erlangen von Sicherheit. Durch den Krieg hatten die Menschen ihre materielle Sicherheit verloren, diese wiederzuerlangen, war ein zentrales Ziel. Dazu kam die Neuerrichtung und Verschiebung von bisherigen Ländergrenzen, auch das ein zentrales Stierthema, der einen klar abgesteckten Horizont braucht. Geprägt von entsetzlichen Gräueltaten und menschenverachtender Führerschaft suchte diese Gesellschaft in dieser Zeit ihren Weg zurück in den Garten Eden. Dabei wurde auch aktive Verdrängung betrieben, doch wer masse sich an, darüber zu urteilen.

1961 Konjunktion in Steinbock Die gesellschaftlichen Entwicklungen drehten sich um Autorität und Selbstverantwortung. Der von der Vorgeneration angestrebte neue Wohlstand und das Ziel, Kriege zu vermeiden, ermöglichte die Manifestierung von neuen Strukturen. Der Mensch stellte sich und seine Bedürfnisse vermehrt ins Zentrum und engagierte sich dafür auch politisch. Verstärkt durch Uranus, der von Ende 1968 bis 1975 durch die Waage lief, war es auch diese Generation, die erstmals einen Vorgeschmack von Klimathemen und globalen Sichtweisen erhielt. (Club of Rome, Tschernobyl). Zudem stand das Zusammenspiel auch für die aufrührerischen (Uranus) Tendenzen gegen die herrschende Moral und Sitte (Jupiter/Saturn). Stichwort sexuelle Befreiung, wilde Ehe, Verhütung, etc.

1980 erste Luftkonjunktion in Waage: Die erste Luftbegegnung nach dieser langen Erdphase von Jupiter und Saturn gibt einen Vorgeschmack auf unsere Zukunft. Und sie erinnern sich, es ging wahrlich futuristisch zu und her in dieser Zeit. Typisch Waage drehte es sich dabei um Mode, Stil, Schein und Sein. Auch die Diplomatie erhielt in diesen Jahren einen hohen Stellenwert und vermochte damit auch den jahrzehntelangen Kalten Krieg in der Mitte des Zyklus zu beenden. Wer in dieser Zeit in der Schule sass erlebte eine neue Form von Gruppendruck, entweder man war in oder out. Schönheitsideale und Idealvorstellungen wurden durch die ersten Supermodels und Designer genährt. Hier fand auch der Durchbruch der neuen Kommunikationsformen statt, ab nun ging der Weg schnurstraks Richtung digitale Welt.

2000 Konjunktion in Stier: Das gesellschaftliche Leben und Sicherheitsempfinden wurde erschüttert durch unkontrollierbare Terroranschläge und Klimakatastrophen. Politische Interessen wurden ohne Rücksicht auf Verluste verfolgt. Die gesellschaftlichen Entwicklungen von 2000 bis 2020 drehten sich schwerpunktmässig um das Erreichen von Fülle: mehr Geld, mehr Besitz und und in allen Bereichen mehr Auswahl! Vom Sortiment im Laden bis zum Reiseangebot, Freizeitvergnügen – das Schlaraffenland der Möglichkeiten wurde geschaffen. Auch hier schwebte bereits der Geist der Zukunft durch die Hallen, denn Uranus und Neptun durchliefen derweilen das Zeichen Wassermann und beeinflussten unser soziales Leben in Form von rasanter Digitalisierung massiv.

Wann wurdest Du geprägt?

Spannend ist es nun, sich zu überlegen, in welcher Phase man seine eigene Prägungs- und Schulzeit absolviert hat. Das sind Muster und Werte, die tief in uns wirken. So wird auch bewusst, womit man im weiteren Zeitgeschehen so seine Mühen hat. Natürlich schauen wir nun voller Spannung auf die Phase ab Dezember 2020 von Jupiter/Saturn in Wassermann, respektive auf diesen grossen Umbruch von Erde (Werte- und Leistungsgesellschaft) hin zu Luft (Wissens- und Kommunikationsgesellschaft). Was Uranus dort eröffnet hat und Neptun schliesslich durchflutete, beeinflusst nun auch unsere zukünftigen gesellschaftliche Strukturen: Shareeconomy, Errichtung von digitalen Rechtsgrundlagen, Klimathemen, Freiheitskämpfe gegen Machtsysteme, Ausweitung von Netzwerken… Die Symbolbilder sind zahlreich und werden sich gemäss ihrer zyklischen Reihenfolge offenbaren.

Um uns gut in dieser Luftgesellschaft zurechtzufinden, brauchen wir als Individuum nun paradoxerweise mehr Erde. Dazu gehört persönliches Standvermögen, Rückgrat und eine natürliche Autorität. Wir werden gefordert sein, eine eigene Stimme zu haben, sonst laufen wir Gefahr, in der manipulierbaren Masse unterzugehen. Ein Bewusstsein für sich selbst, seine Identität und Werte ist zentral. Mit Pluto und Saturn in Steinbock haben wir in diesen Disziplinen nun ein Schulungsangebot für die nächsten 37 Jahre erhalten. Nutz es für Dich, eine Redimensionierung von der oben erwähnten Fülle und Auswahl ist eine grosse Erleichterung und hilft Dir, Klarheit zu erlangen. Wenn ich Dich dabei mit der Übersetzung der astrologischen Symbolik in Deinem persönlichen Horoskop unterstützen kann, melde Dich!

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