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Die Sinnfrage

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Welcher Weg ist der Richtige?
Am Mittwoch, 23.11.22 fand der Neumond in Schütze statt. Gestern, nur einen Tag später hat der laufende Jupiter in die Direktläufigkeit gedreht. Das ist ein spürbarer Energiewechsel nach einem schwierigen Skorpion Mondzyklus vom 25. Oktober bis 23. November 2022. Mit einer Mond- und einer Sonnenfinsternis hatte es diese Konstellation wortwörtlich „in sich“. Was sich da an Verstrickungen gezeigt hat, in die wir tief eingebunden sind, wird uns noch länger beschäftigen. Die Wirkungszeit von Finsternissen dauert erfahrunggemäss bis zu 6 Monaten. Die Überprüfung von bestehenden Bindungen auf Lebendigkeit und gemeinsame Werte zeigte sich in allen zwischenmenschlichen Formen, wie Beziehungen, Arbeitsplatz, Familie oder Freundschaften. Aber auch im Bereich der Gesundheit fand bei vielen Menschen diese Prüfung statt. Leider kann sich das Lebensentfremdete auch in Form von Schicksalsdiagnosen zeigen. Entartete Zellen oder Entzündungsprozesse, die nicht mehr der Ursprungsabsicht und der Lebendigkeit dienen, tragen auch eine Botschaft in sich, die wertvoll für das Verstehen und Akzeptieren einer körperlichen Einschränkung sind. Gerade in diesem Bereich wäre eine Synthese zwischen den Naturwissenschaften und ganzheitlicher Lebensinterpretation unglaublich wertvoll für die Betroffenen. Der Mensch braucht mehr als eine klinische Diagnose, um mit seiner Seele zu begreifen und einen Sinn im sogenannten Schicksal zu erkennen.

Schütze zeigt uns den Olymp
Mit dem fulminanten Übergang in die Schützezeit drängt nun die Suche nach tieferen Wahrheiten ins Bewusstsein. Sinnfragen beschäftigen die Menschen seit jeher. Aus der astrologischen Perspektive geht es in diesem Stadium um den Weg aus der Überprüfung der Verbindung hin in die Erweiterung und Entfaltung der Persönlichkeit. Diesen Weg gehen wir nun entweder gemeinsam oder – wenn sich während der vorherigen Skorpionzeit keine tragfähige Basis dafür finden liess – alleine. In diesem Stadium wähnen wir uns dem göttlichen Impuls wohl am nächsten. Hier zeigt sich, woran wir glauben, welche Horizonte wir anstreben und worin der Sinn unseres Daseins bestehen könnte. Jupiter, der Herrscher des Schützen, ist der mythologische Göttervater Zeus und herrscht über die anderen Götter im Olymp. Auch die Adventszeit, in der die Sonne im Schützen wandert, symbolisiert die Suche nach dem Licht und der Hoffnung. Die Auseinandersetzung mit diesen erweiternden Möglichkeiten, öffnen unser Bewusstsein und sensibilisieren uns für grössere Zusammenhänge. Im Schütze Thema könnte der Mensch über die Inspiration des Geistigen und des Glaubens seine irdisch materielle Beschränktheit überwinden und seine Toleranzgrenzen ausweiten. Der Konjunktiv deutet an, dass keine Garantie auf diese Entwicklung besteht. Das wiederum liegt auch an der Bedingung, dass das Einlassen auf etwas Ergänzendes im vorherigen Zeichen Skorpion wirklich geschieht. Viel zu oft fehlt das Vertrauen, sich auf eine andere Person oder auf einen Inhalt derart einzulassen, dass durch die Wirkung der Symbiose eine Veränderung der eigenen Werte und des Verhaltens resultiert. Mit Misstrauen und Kontrolle im Skorpion kann der Erweiterungsprozess im Schützen aber nicht naturgemäss verlaufen. Das Resultat sind dann fordernde Erwartungen gegenüber anderen, Scheintoleranz bis hin zur Dekadenz und menschenverachtende Selbstüberhöhung. Auch unter der Rechthaberei lauert oftmals die fehlende Bereitschaft, sich auf ein Thema tiefer einzulassen. Allein mit erlerntem, aber nicht erfahrenem Wissen hat aber noch niemand die Welt nachhaltig bereichert. Für den persönlichen Individualisierungsprozess sind dies zumdem sinnentleerte und wirkungslose Spielereien ohne nachhaltige Wirkung. 

Sinnentleerung als Schatten Im aktuellen Zeitgeist befinden wir uns in einem Übergang im Bereich der geltenden Gesetzmässigkeiten. Nun müssen auch bewährte und wertvolle Anteile aus der alten Welt in eine neu zu gestaltende Welt überführt werden. Das ist die wahre Herkulesaufgabe, die jedem von uns in einem Lebensbereich bevorsteht. Unsinnige Kategorien, Regeln oder sinnentleertes Streben und Performen geraten in die Sichtbarkeit und sollen losgelassen werden. Aber sinnhafte und dem neuen Zeitgeist der Verbindungen gerecht werdende Modelle gilt es zu überführen. Überall zeigt sich ein umwälzender Paradigmenwechsel, der das individuelle Streben auf Sinnhaftigkeit überprüft und zugleich das Verbinden über gemeinsame Interessen forciert. Dies sprengt die in der Erdepoche entstandenen Grenzen und Strukturen an allen Ecken und Enden und so manche leblose und nur noch formal verwaltete Hülle (gilt auch für körperliche Themen) geht zu Bruch. Die Erkenntnis reift, dass Sinn nicht durch das Anstreben von gesellschaftlich vorgegebenen Idealen entsteht. Sinn entsteht als Resultat aus einer tiefen Verbindung, weil dadurch erst Anregung für eine persönliche oder kollektive Weiterentwicklung entstehen kann. Wir sind über Gebühr auf monetäre Anreize konditioniert und haben als Gegenleistung statische und vorgegebene Wege akzeptiert. Die Strategie des «immer mehr» erforderte Ellbogen und den ehrgeizigen Fokus auf das Ziel. Was dabei an Misstrauen, Neid, Geiz und Einsamkeit zwischen den Menschen entstanden ist, müssen wir jetzt aufräumen und neu verbinden. Wenn wir nun den Mut und die Tatkraft für die Gestaltung von lebendigen Verbindungen aufbringen und die Sinnhaftigkeit in unserem Streben der Motor ist, sind wir auf unserem ureigenen und damit richtigen Weg. Auf dem Weg oder weg? Der Schütze Mondzyklus bringt naturgemäss das Feuer der Zuversicht und der Hoffnung in unsere Herzen. Die Frage nach dem individuellen Weg drängt auf jeden Fall nach oben und lässt sich nicht schubladisieren. Mit Weihnachten erblickt Jesus Christus symbolisch wieder das Licht der Welt, dies aber erst, wenn die Sonne in das folgende Zeichen Steinbock tritt. Er symbolisiert damit die fleischgewordene Hoffnung, so wird sich im nächsten Tierkreiszeichen das Resultat des vor uns liegenden Schütze Weges zeigen. Vertrauen wir auf uns selbst und das Leben, erschaffen wir Freude und Zusammenhalt und wagen wir uns in die Tiefe von Verbindungen? Sind wir dadurch ein Mehrwert für andere? Im Steinbock wird sichtbar, ob man den Weg im Schützen gegangen ist oder ob man abseits des eigenen Steuermast geraten ist. Mit diesen Fragen schicke ich Euch in eine besinnliche Adventszeit und freue mich auch immer über Rückmeldungen und persönliche Erkenntnisse! Nadja Rechsteiner
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