Die Macht der Venus

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Mit der Venus gelangen wir in den Bereich der Liebe und Beziehungen. Die Stellung der Venus im Horoskop beschreibt in der psychologischen Astrologie das Instrument und die Möglichkeiten, uns mit etwas ausserhalb von uns zu verbinden. Das können Menschen sein, aber auch Tiere, Natur oder materielle Dinge bis hin zu Meinungen und Standpunkten. Entscheidend ist, was wir wertschätzen und lieben – denn damit wollen wir uns auch verbinden.

Die erste Person mit der wir ohne unser Zutun verbunden sind, ist unsere Mutter. Erst ungefähr sechs Monate nach der Trennung der Nabelschnur beginnen wir zu realisieren, dass wir nicht mehr eins mit unserer Mutter sind und erfahren uns langsam aber sicher als voneinander getrennte Wesen. Dieser Beginn der ICH-Werdung prägt uns lebenslang und wir sind auf Gedeih und Verderb der LIEBESFÄHIGKEIT unserer Mutter ausgeliefert. Die wichtigste Botschaft, die eine Mutter ihrem Kind übermitteln sollte, heisst: Ich liebe Dich so wie Du bist. Mit diesem gesunden Spiegel, könn(t)en wir mit einem gesunden Selbstwert aufwachsen. Damit wird die Basis gelegt, uns später auch selbst zu lieben, In schwierigen Zeiten der Ablehnung haben wir dann die Kraft, uns an der Liebe zu uns selbst festzuhalten.

Die Realität sieht in manchen Kindheiten anders aus. Denn auch hier zeigt sich die Spiegelfunktion der Venus. Und in diesem Spiegel wird sichtbar; hinter jeder Mutter steht wieder eine Mutter.

Wenn die Mütter also selbst nicht vorbehaltlos geliebt wurden, fällt es ihnen auch schwer, ihre Kinder um ihrer selbst willen zu lieben. Das führt zu einer unbewussten aber prägenden, destruktiven Kette durch die Generationen. Das Kind gerät in einen manipulativen Optimierungsprozess, es scheint es seiner Mutter und später seinem Umfeld nie recht machen zu können. Immer fehlt noch etwas, bis man wirklich liebenswert ist. So wie man ist, genügt man offensichtlich nicht. Das ist die ständig wiederkehrende und niederschmetternde Erfahrung.

Das schliesst nicht aus, dass man als Kind von hohem Wert für die eigene Mutter war, aber es führt dazu, dass man auch ständig ihre Wertvorstellungen erfüllen musste, um diesen Wert wiedergespiegelt zu erhalten. Diese Art von Mütter sehen ihre Kinder als Statussymbol und sie messen ihr erfolgreiches Muttersein an den Massstäben und Reaktionen des Umfelds. Das äussert sich zum Beispiel in Leistungserwartungen oder Schönheits- und Stilidealen, die das Kind erfüllen muss.

Die gute Nachricht ist: Selbstwert kann man das ganze Leben lang aufbauen. Auch wenn nicht zu vermeiden ist, das einem die Prägungsphase der Kindheit auf den Fersen bleibt. Das zentrale Thema ist, ein erweitertes Bewusstsein über die Schwierigkeiten der Mutter zu erlangen und daraus die Fehlprägungen für sich zu erkennen. Das eröffnet den heilsamen Weg des Verzeihens. Wir werden an unseren Müttern nichts mehr verändern können, aber wir selbst können es bewusster und damit sorgfältiger machen. Und wir können uns endlich so lieben und akzeptieren, wie wir das eigentlich vom ersten Tag an verdient hätten. Damit tragen wir massgeblich bei, frische Grundsteine für die nächste Generation zu legen, weil wir dann eher die Fähigkeit erlangen, auch unsere Kinder so zu lieben, wie sie sind. Der Blick in den venusischen und jeden anderen Spiegel sollte immer mit einem liebenden Herz geschehen, gerade wenn wir schon früh verletzt wurden, ist diese Liebe ein wunderbares Heilmittel, das uns bleibt.

Im Rahmen einer astrologischen Analyse können diese Venusthemen erforscht und bewusst gemacht werden. Für einen Termin kontaktiert ihr mich einfach unter hallo@astrolavista.ch

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